Grußwort von Judy Winter zur Gala 2009.:.Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Berliner Aids-Hilfe,

im nächsten Jahr feiert die BAH ihr 25jähriges Bestehen.
Seit nunmehr 24 Jahren kämpfen wir gemeinsam gegen Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV und Aids. Wir haben auch da schon große Erfolge erzielt - aber das Ziel ist trotzdem noch nicht erreicht. Leider noch lange nicht.

Wie ist es möglich, dass heute immer noch so viele Menschen ignorant mit bestimmten Themen umgehen? Ich denke, weil sie glauben, es würde sie nicht betreffen. Warum müssen noch immer Ausgrenzung und Verachtung den Menschen mit HIV und Aids gegenüberstehen? Wissen wir doch alle, was im Augenblick von Leidenschaft, Hingabe und Sehnsucht passieren kann.

Wie ich beim Sammeln nach dem Theater immer sage: "Wir, die nicht Betroffenen, haben Glück gehabt! Wir hatten keinen Unfall auf der Autobahn, sind keine Bluter, waren nie auf Fremdblut angewiesen - und der werfe den ersten Stein, der mit seinem Urlaubsflirt immer nur Schach gespielt und sich dabei auch noch geschützt hat."

Die Medizin hat Unbeschreibliches erreicht, aber die Krankheit ist noch nicht vom Tisch. Die Medikamente haben starke Nebenwirkungen, auch physischer und psychischer Art. Man kann die Krankheit behandeln - aber nicht heilen.

Sie alle sind heute Botschafter gegen Stigmatisierung und Diskriminierung. Mit Ihrem Besuch helfen Sie der Berliner Aids-Hilfe im Kampf gegen HIV und Aids und tragen mit dazu bei, dass anderen Menschen geholfen werden kann.

Ich danke allen Beteiligten auf und hinter der Bühne sowie Ihnen, unseren heutigen Gästen.

Einen unvergesslichen, unbeschwerten Abend wünsche ich Ihnen. Genießen Sie unser Showprogramm, vielleicht auch anschließend eine Runde Schach - und denken Sie daran: vergessen kann ansteckend sein.

Gute Gedanken

Ihre Judy Winter

.:.pictures/judywinter2010.jpg.:.
Judy Winter.:.
Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte die Homepage von "Künstler gegen Aids".